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Ballonfahrt - Erfindung und frühe Jahre

Erste Montgolfiere
Erste Montgolfiere

Das Gesetz des Auftriebs basiert auf den Forschungen von Archimedes, der 285 bis 212 vor Christus lebte. Doch die Geschichte der Ballonfahrt begann erst viele Jahrhunderte später. Die Papierfabrikanten und Brüder Joseph Michel und Jacques Étienne Montgolfier unternahmen 1763 erste Experimente mit Ballons aus Stoff und Papier, die durch heiße Luft zum Steigen gebracht wurden. Zunächst dachten die Brüder Montgolfier, dass der Rauch (und nicht die heiße Luft) für das Steigen des Ballons verantwortlich sei und verwendeten entsprechend stark qualmende Materialien wie Stroh und Schafswolle. Heißluftballons werden heute nach ihren Erfindern Montgolfiere genannt.

König Ludwig XVI.

Erster Gasballonaufstieg
Erster Gasballonaufstieg

Der damalige französische König Ludwig XVI. (1754 – 1793) erfuhr von diesen Experimenten und forderte die Brüder auf, ihm diesen Ballon zu demonstrieren. Zudem erteilte er der Akademie der Wissenschaft den Auftrag, diese Versuche fortzuführen. Der Physiker Jacques Alexandre César Charles entwickelte daraufhin zusammen mit den Brüdern Anne-Jean und Marie-Noël Robert den ersten Gasballon. Dieser war mit Wasserstoffgas gefüllt, welches den Ballon zum Steigen brachte. Wasserstoffgasballons werden ebenfalls nach ihrem Erfinder benannt: Charlière.

Ballonfahrt - Experimente - unbemannt

Historisches Ballonfahrt Gemälde
Historisches Ballonfahrt Gemälde

Die ersten Experimente erfolgten natürlich mit unbenannten Ballons. Erst 20 Jahre später, im Jahr 1783, wurden die ersten bemannten Flüge durchgeführt. Während die Brennstoffvorräte im Heißluftballon schnell aufgebraucht waren, flog der Wasserstoffgasballon ca. 2 Stunden.

Im Jahr 1785 entwickelte der französische Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier eine weitere Variante für Ballonfahrten, den Heißluft-Gas-Hybrid. Diese Technik kombiniert die beiden Auftriebsmedien Traggas und Heißluft. Leider benutzte Rozier das entzündbare Wasserstoffgas, welches auf dem ersten Flug zu einer Katastrophe führte. Der Wasserstoff wurde zu sehr erhitzt und entzündete sich, das Gas brannte ab und der Ballon verlor an Höhe. Rozier und sein Mitfahrer stürzten ab und starben bei dem Aufprall. Seit den 1970er Jahren werden Heißluft-Gas-Hybrids (Rozière) mit unbrennbaren Traggasen gefüllt und sind für mehrwöchige Reisen geeignet. Mit Gasballons kann man einige Tage fahren und Heißluftballons eignen sich für kürzere Ballonfahrten von einigen Stunden.

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